Omaha-Poker – Regeln und Varianten

Dieser Beitrag wurde bisher 3428 mal gelesen

Omaha Poker ist eine der spannendsten Pokervarianten. Die von Texas Holdem abgeleitete Variante ist die zweitbeliebteste Pokervariante weltweit. Ich stelle euch Omaha Poker hier vor.

Omaha-Poker

Omaha Poker leitet sich von Texas Holdem ab. Deshalb gelten hier auch einige der Regeln wie bei Texas Holdem.

Als Beispiel sei hier die Rangfolge der Hände genannt. Diese ist genauso wie bei Texas Holdem.

Das gleiche gilt für die Blinds, die Setzrunden und die jeweiligen Positionen am Tisch.

Jetzt kommen wir zu dem entscheidenen Unterschied. Bei Omaha werden vier eigene Karten (hole cards) verteilt. Ansonsten ist der Ablauf wie Texas Holdem. Es gibt drei Tischkarten am Flop und jeweils eine Tischkarte am Turn und am River.

Seine bestmögliche Hand muss man aus zwei Karten seiner eigenen Starthände und drei der fünf Tischkarten bilden! Seine bestmögliche Hand bildet man nur so, nicht aus drei eigenen und zwei Tischkarten, sondern tatsächlich aus zwei hole cards und drei Tischkarten.

Die Tatsache, dass jeder Spieler vier eigene Karten hat führt dazu, dass es sehr sehr viele Variationsmöglichkeiten gibt. Als Beispiel seien hier die Draws genannt. Im Texas Holdem hat man maximal 21 Outs. Bei Omaha Poker kann die Anzahl der Outs leicht 29 betragen. Selbst höhere Outs sind möglich.

Als Folge der vielen Variationsmöglichkeiten gewinnt man selten mit einem Toppair. Selbst mit einem Two Pair oder Set gewinnt man selten.

Varianten von Omaha-Poker

Omaha wird in verschiedenen Varianten gespielt. Dies sind

Der Unterschied der einzelnen Varianten besteht in den Setzgrößen vom Preflop bis zum River.

Pot-Limit

Der Mindesteinsatz bei Pot-Limit Omaha entspricht, wie bei Texas Holdem, der Größe eines Big-Blinds. Allerdings kann jeder Spieler immer bis zur Höhe des Pots setzen.

Wie man erhöht: Wenn man nicht preflop folden möchte, dann erhöht man. Hier muss die Mindesterhöhung so hoch wie der vorherige Einsatz sein oder die vorherige Erhöhung in derselben Einsatzrunde.

Beispiel: Erhöht ein Spieler den Einsatz auf 2 Dollar, dann muss der nachfolgende Spieler ebenfalls um mindestens 2 Dollar erhöhen.

Maximale Erhöhung: Für die Erhöhung gibt es auch einen Maximalbetrag. Es kann immer nur bis zur Höhe des aktiven Pots plus aller Einsätze auf dem Tisch plus der zu callenden Summe erhöht werden.

Beispiel: Angenommen es liegen 100 Dollar im Pot und in der aktuellen Setzrunde wurde bisher noch kein Betrag gesetzt. Dann kann man um maximal 100 Dollar erhöhen. Somit beträgt der Pot nun 200 Dollar.
Der folgende Spieler kann nun 100 Dollar callen. Oder er erhöht den Einsatz um die Mindesterhöhung von 100 Dollar. Er kann aber auch um den Maximalbetrag erhöhen. Der Maximalbetrag beträgt nun 400 Dollar. Diese 400 Dollar setzen sich zusammen aus 100 Dollar für einen Call (womit dann 300 Dollar im Pot wären) und eben diesen 300 Dollar .

Buchvorstellung

Pot-Limit gilt als die beliebteste Variante bei Omaha. Da ich selber kein Pot-Limit Omaha spiele, habe ich mich mal auf die Suche nach einem guten Buch gemacht. Und dabei bin ich auf folgendes Buch gestoßen, welches als das beste deutschsprachige Buch für Pot-Limit Omaha bezeichnet wird. Und das, obwohl es bereits über 10 Jahre alt ist

Hier werden auch Strategien beschrieben, wie z.B. “Small Ball”, die ich bisher eigentlich nur aus No-Limit Texas-Holdem kenne.

Wer sich ernsthaft mit Pot-Limit Omaha auseinandersetzen möchte kommt um dieses Buch wohl nicht herum.

No-Limit

Der Mindesteinsatz bei No-Limit Omaha entspricht, wie bei No-Limit Texas Holdem, der Größe eines Big-Blinds.  Die Erhöhungen bei No-Limit Omaha funktioniert genauso wie bei No-Limit Texas-Holdem. Es gibt keinerlei Beschränkungen wie im Pot-Limit.

Fixed-Limit

Auch beim Fixed-Limit Omaha beträgt der Mindesteinsatz für eine Erhöhung einen Big-Blind. Hierbei handelt es sich auch direkt schon um den Höchsteinsatz je Spieler. Dies allerdings nur Preflop und Postflop. Ab dem Turn beträgt der Mindest- und Höchsteinsatz das doppelte eines Big-Blind.

Beim Fixed-Limit Omaha gibt es noch eine Besonderheit, die es auch bei Fixed-Limit Texas Holdem gibt. Je Setzrunde gibt es maximal vier Erhöhungen. Diese Setzrunden bezeichnet man als

  1. bet
  2. raise
  3. re-raise
  4. cap

Als ob Omaha nicht bereits kompliziert genug ist, gibt es noch weitere spezielle Varianten, nämlich die Variante

Hi/Lo

Für jede o.g. Variante, sei es nun Pot-Limit, No-Limit oder Fixed-Limit gibt es noch eine Hi/Lo Version. Zusätzlich gibt es noch eine Mixed-Version, in der abwechselnd nach Pot-Limit und nach Fixed-Limit gespielt wird.

Hi/Lo bedeutet, dass der Pot am Showdown zwischen der besten Handkombination (Hi) nach Texas Holdem, und der schlechtesten Handkombination (Lo) nach Seven Card Hi/Lo geteilt wird.

Die Low Hand wird nach der sog. California Rangfolge ermittelt. Diese sieht folgendermaßen aus:

  1. 5, 4, 3, 2, A
  2. 6, 4, 3, 2, A
  3. 6, 5, 4, 3, 2
  4. 7, 5, 4, 3, 2
  5. 7, 6, 5, 2, A
  6. 7, 6, 5, 4, 2
  7. 8, 4, 3, 2, A
  8. 8, 6, 4, 2, A
  9. 8, 7, 6, 5, 3
  10. 8, 7, 6, 5, 4

Wobei die erste Handkombination die schlechteste Handkombination ist die es geben kann. Diese Kombination gewinnt immer. Wie man sieht, ist die höchste Karte hierbei eine acht. Deshalb wird diese Variante auch als Omaha 8 bezeichnet.

Zu beachten ist auch, das es bei Low keine Straight und keinen Flush gibt.

Zu der Variante Hi/Lo habe ich noch eine weitere Beschreibung bei Pokerstars gefunden.

Omaha wird u.a. bei folgenden Pokeranbietern gespielt:

Schreibe einen Kommentar

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner